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Kein bestimmter Bereich J Linux Distributionen im Kern gleich?
Red_
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  Themenstart: 2021-08-15

Hallo, bei Linux gibt es nicht das EINE Linux, sondern sehr sehr viele verschiedene Distributionen. Ich habe einige Fragen dazu: 1) Sind unterschiedliche Distros im Kern gleich? Oder ist es so, als wenn zwei Linux-Distros so unterschiedlich wie Windows und MacOS wären? Ich glaube Debian war die erste Distro und dann haben alle sich Stück für Stück davon abgespalten, sodass es alle im Kern doch gleich sein müssten? Hier meine ich den Quellcode und die wesentlichen Funktionen eines OS, ob die überall gleich sind. Bzw. warum werden alle Linux genannt? 2) Warum gibt es denn überhaupt so viele Distros? Kann man die Distros wie Autos sehen, die jeweils bestimmte Präferenzen erfüllen und so versucht wird für jede Person eine geeignete Distro herzustellen? 3) Welche Distro sollte man wählen, wenn man schön/gut programmieren will, effizient sein will und diejenige Distro auf vielen (wichtigen) Servern vorhanden ist (bzw. oft benutzt wird)? Könnt ihr welche empfehlen? Vielen Dank!! Edit: 4) Ich lese gerade, dass die Idee von Linux u.a. ist, dass sie open-source ist, aber es einige Distros gibt, die nicht ganz open-source sind. Was genau wird gemeint?


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ligning
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  Beitrag No.1, eingetragen 2021-08-15

https://de.wikipedia.org/wiki/Linux


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Red_
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  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2021-08-15

Viele Antworten haben ich mittlerweile selbst gefunden: 1) Man muss hier genauer werden. Linux ist kein OS, sondern "nur" ein OS Kern (was eine Teilmenge eines OS ist). Unterschiedliche Distros benutzen den selben Linux Kern, welche jedoch bisschen modifiziert wird für das jeweilige OS. Alle Linux-Distros heißen Linux-Distros, weil der Kern eben der Linux-Kern von Linus Torvalds ist. Es gibt auch Unklarheiten bei Linux als OS. Wie gesagt ist Linux nur ein OS Kern. Zum erstenmal wurde es ein vollständiges OS mit Teilen von GNU, weswegen man von GNU/Linux sprechen sollte. Wie genau noch GNU in den neuen Distros vorkommt, schaue ich mir gleich mal an. 2) Hier habe ich eine schöne Antwort gesehen, die das Wort ,,distribute" beinhaltete und so ,,Distributions" einen Sinn gibt. Meine Antwort bei 2) oben passt. 3) Hier muss ich noch schauen, was eben passt und was genau der Unterschied zwischen open-source und free ist...


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Diophant
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  Beitrag No.3, eingetragen 2021-08-15

Hallo Red_, zu 1) noch: im Prinzip das was du selbst herausgefunden hast. Dazu kommt aber noch, dass hinter den einzelnen Distributionen auch ganz unterschiedliche Philosophien stehen. Bspw. was die Aktualität und die Art und Weise, wie bzw. wie oft neue Versionen veröffentlicht werden angeht. Das führt dazu, dass man bei unterschiedlichen Distributionen auch recht unterschiedliche Versionen des Linux-Kernels findet. Die Bandbreite reicht dabei von LTS-Versionen, die jahrelang ohne Update im Einsatz bleiben bis hin zu sog. 'Rolling Releases', bei denen man in kurzen Zeiträumen Updates bekommt, oder die sogar kontinuierlich weiterentwickelt werden. Da muss man sich auch ein wenig überlegen, was man möchte. Wenn man Software entwickelt, ist man sicherlich daran interessiert, möglichst up-to-date zu sein. Wenn man dagegen einen Server bauen möchte, für den man eine jahrelange Uptime plant, dann möchte man das genaue Gegenteil... Am Anfang würde ich auf jeden Fall eine der großen Distributionen wählen, da es hier meist gute Dokumentationen und/oder große Internetforen gibt, wo man sich Hilfe holen kann. Zu 3): Wenn du nicht so viel Wert auf Aktualität legst, könntest du Debian oder Ubuntu ausprobieren (oder auch Linux Mint, wenn dir an einer Windows-ähnlichen Benutzeroberfläche gelegen ist). Soll es jedoch immer der aktuellste Kernel und aktuelle Software sein, dann könntest du Fedora Workstation ausprobieren. Das nutze ich seit einigen Jahren, und gerüchteweise nutzt der Linux-Erfinder Linus Torvalds es auch. Eine weitere verbreitete Distribution (auf der m.W. auch der Matheplanet läuft) ist openSUSE. Hier hättest du die Wahl zwischen einer Version, die recht stabil läuft, eher nicht auf die aktuellsten Versionen von Kernel und Software setzt und daher auch eher selten Updates erhält, und einer echten Rolling-Release-Distribution. Ersteres wäre die Variante 'Leap', letzteres hättest du mit 'Tumbleweed'. openSUSE kommt allerdings standardmäßig mit der Benutzeroberfläche KDE Plasma. Die ist ein wenig Geschmacksache und benötigt von allen GUI's die meisten Ressourcen. Man kann da natürlich auch auf andere Benutzeroberflächen umsteigen, aber das ist dann schon wieder etwas für fortgeschrittene Linux-User... Gruß, Diophant


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AlphaSigma
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  Beitrag No.4, eingetragen 2021-08-15

\quoteon(2021-08-15 07:42 - Diophant in Beitrag No. 3) Zu 3): Wenn du nicht so viel Wert auf Aktualität legst, könntest du Debian oder Ubuntu ausprobieren (oder auch Linux Mint, wenn dir an einer Windows-ähnlichen Benutzeroberfläche gelegen ist). Soll es jedoch immer der aktuellste Kernel und aktuelle Software sein, dann könntest du Fedora Workstation ausprobieren. Das nutze ich seit einigen Jahren, und gerüchteweise nutzt der Linux-Erfinder Linus Torvalds es auch. \quoteoff Von Debian gibt es immer drei Versionen gleichzeitig: stable (heißt momentan bullseye), testing (heißt momentan bookworm) und unstable. Das "stable" und "unstable" bezieht sich darauf, wie oft die Versionsnummern der Softwarepakete sich ändern. "unstable" bedeutet nicht, dass Programme oft abstürzen. testing ist immer recht aktuell, die Versionen ändern sich aber laufend, so dass es zeitweise zu Inkompatibilitäten kommen kann. Debian-Veröffentlichungen Eine Besonderheit von Debian ist, dass großer Wert darauf gelegt wird, dass die Software "frei" verwendbar und offen dokumentiert ist. Das gilt für alle Pakete aus main. Pakete mit eingeschränkten Nutzungsbedingungen oder verschlossener Dokumentation sind in contrib oder non-free enthalten.


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Red_
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  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2021-08-15

Vielen Dank Diophant!! Das hat mir sehr geholfen :)


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Red_ hat die Antworten auf ihre/seine Frage gesehen.
Red_ hat selbst das Ok-Häkchen gesetzt.

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