buhs Montagsreport: Die Hydra von Strigidia
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Bildung

\(\begingroup\) Urlogo für buhs Montagsreport Die Hydra von Strigidia Ein reverses Märchen* Ruhe***. Bei meinen Forschungen in der Bibliothek zu Fibona fand ich in einer Sammlung alter Geschichten auch die folgende Sage: Im Hafen von Strigidia steht die Statue einer Hydra. Blassblau thront sie auf einer Säule mitten im Hafenbecken. Im Hafen tummeln sich die roten Boote der Fischer, die blauen Clipper derer, die nach R-Folgen jagen, und die gelben Pontons derer,

die einfach nur die Sonne genießen wollen. Jeden Morgen fahren die Fischer hinaus, den Fisch zu fangen, und die Clipper ziehen mit dem Wind zu den Riffs, um im Wind nach R-Folgen zu jagen. Die, die frei haben, liegen auf den gelben Pontons und schwatzen über Gott und die Welt. Und so leben sie gut miteinander. Eines Tages bemerkten die Fischer eine Steinblume, die in der Mitte der Hafeneinfahrt stand. "Oh", meinten sie, "der Hafenmeister hat Spuren gebaut. Eine für die Aus- und eine für die Einfahrt." Und so fuhren sie zusammen mit den Clippern auf Steuerbord hinaus, um abends auf der anderen Seite wieder in den Hafen zurückzukehren. Nach ein paar Tagen dünkte sie die Ausfahrt etwas eng, und siehe: Da hatten sich die steinernen Blumen über zweivieracht versechzehnfacht und nahmen fast die Hälfte der Einfahrt ein. Auch wunderten sich die Clipperfahrer bei der Ausfahrt, denn ihre sonst so schnellen Boote schienen geradezu klebenzubleiben. Und als sie ins Wasser schauten, erkannten sie dort eine Gallertmasse, die bis knapp unter Sicht wuchs und aus der die Steinblumen sprossen. Das stört! Die Clipperkapitäne schärften den Kiel ihrer Boote und schnitten aus dem Gallert feine Stücken heraus, die Fischer rissen im Vorbeifahren jeder eine Steinblume aus, und so kamen sie morgens gut hinaus. Abends, bei der Heimkehr in den Hafen, taten sie dasselbe. Und am nächsten Morgen standen der Steinblumen dreißig da, und der Gallert stand fast an der Wasseroberfläche. Und die Clipperkapitäne schärften den Kiel ihrer Boote und schnitten aus dem Gallert feine Stücken heraus, die Fischer rissen im Vorbeifahren jeder eine Steinblume aus, und so kamen sie morgens gut hinaus. Abends, bei der Heimkehr in den Hafen, taten sie dasselbe. Und am nächsten Morgen stand die Einfahrt voller Steinblumen, und der Gallert schwamm auf dem Wasser. Da beschimpften die Clipperkapitäne die Fischer, sie würden sie nur am Jagen nach R-Folgen hindern wollen, und die Fischer beschimpften den Hafenmeister, er wolle nur die Gebühren erhöhen, und alle zusammen beschimpften die auf den Pontons, sie würden das Zeug gegen die Wellen züchten, und die Entspannten auf den Pontons sprachen dagegen und meinten, man solle gemeinsam dem Zeug den Garaus machen. An diesem Tag fuhren die Fischer nicht hinaus, sondern kappten Steinblumen, und die Clipperkapitäne fuhren nicht hinaus, sondern hingen über der Bordwand und schabten Gallert aus dem Meer, und die, die eigentlich frei hatten, schleppten das ganze Zeug in die hitzeflirrende Wüste. Und die Hafeneinfahrt war frei. Und am nächsten Morgen fuhren die Fischer aufs Meer und die Clipper zu den Riffs und die, die frei hatten, lagen in der Sonne bis zum Abend. Da kamen die Fischer und hatten reiche Beute, und die Clipper sanken fast von der Menge von R-Folgen, und die Erholten kochten und brieten und sie feierten alle gemeinsam drei Tage lang ohne Pause. Im Hafen von Strigidia steht die Statue einer Hydra. Blassblau thront sie auf einer Säule mitten im Hafenbecken. Im Hafenbecken liegt Sand. Nur Sand. Nachdenklich grüßt Leonardo ver Wuenschmi *: Märchen, Sagen, Geschichten, Erinnerungen: alles eins. So reich die Reversianer an Marthermatik sind, so arm ist manchmal ihre Sprache. **: siehe * ***: Auch wenn ich von diversen Orten berichte, ist meine Heimat inzwischen Ruhe geworden, der Ort, in dem man mir ein kleines Häuschen überantwortet hat.
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"buhs Montagsreport: Die Hydra von Strigidia" | 8 Comments
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Re: Die Hydra von Strigidis
von: Delastelle am: Mo. 27. April 2020 02:21:27
\(\begingroup\)Hallo Leonardo ver Wuenschmi! Der Start "Ruhe" gefällt mir schon mal. Ansonsten scheint es eine Fabel zu sein - so etwas habe ich seit 25 Jahren nicht mehr interpretiert! Viele Grüße Ronald\(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidis
von: Diophant am: Mo. 27. April 2020 16:46:06
\(\begingroup\)Sehr geehrter Herr ver_Wuenschmi, das ist eine schöne, aber auch leerreiche Sage. Vielleicht ist ja die Hydra aus einem der fehlenden Steine der Fibonoullische'n Mauer gemeißelt? Gesetzt den Fall, die Geschichte hätte sich zugetragen, dann könnten wir ja hoffen, dass man für den Fall nach 8 bis 13 Lenzingen auch von der FrontPage aus nach Ruhe gelangen kann... Ich bin aber nicht sehr hoffnungsvoll. Am Stochastik gibt es ja soweit mir bekannt jede Menge Möwen, aber eben keine Schieze. Sondern nur Fischer, Kapitäne und Chatten. 😉 Mit verbindlichstem Dank für Ihren Bericht sowie Grüßen an die Verwandschaft*, Ihr Diophant *😎 \(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidis
von: Leonardo_ver_Wuenschmi am: Mo. 27. April 2020 17:34:47
\(\begingroup\)Verehrter Herr Diophant, es freut mich sehr, in Ihnen offenbar einen wissbegierigen Freund der Rückseite unseres Planeten gefunden zu haben. Von daher irritieren mich dann aber doch einige Ihrer Äußerungen. Märchen, Sagen etc. sind immer in irgendeiner Weise anders, eigenartig und vielleicht auch unverständlich, letztlich aber nicht leer. In der Fibonoullischen Mauer fehlen meine Wissens nach keine Steine, es sind systemische Leerstellen in den Bau-R-Folgen. Des Weiteren ist der genaue Ort, an dem sich Strigidia (auch der Name ist etwas unklar) befand, wohl bis heute nicht sicher zu lokalisieren. Es mag am Stochastik, eventuell aber auch am Mare Matroidum gelegen haben; jenseits der integralaktischen Ebene allerdings soll sich, wie mir der Bibliothekar anvertraute, gar ein weiteres Gewässer befinden, Analyss oder Arthros soll es wohl heißen. Auch dort könnte Strigidia gelegen haben. Freundlichst grüßt Leonardo ver Wuenschmi \(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidis
von: Diophant am: Mo. 27. April 2020 18:09:28
\(\begingroup\)Verehrter Herr ver_Wuenschmi, \quoteon Leonardo_ver_Wuenschmi schreibt: es freut mich sehr, in Ihnen offenbar einen wissbegierigen Freund der Rückseite unseres Planeten gefunden zu haben. \quoteoff Nun, wie Sie vielleicht noch wissen: einstmals, also vor Lang Langer Zeit habe ich mich ja zeitweise mit einer gewissen Bruderschaft herumgeschlagen, die Ihnen nicht unbekannt sein dürfte... \quoteon Leonardo_ver_Wuenschmi schreibt: Märchen, Sagen etc. sind immer in irgendeiner Weise anders, eigenartig und vielleicht auch unverständlich, letztlich aber nicht leer. \quoteoff Das wäre wenigstens sehr zu hoffen... Es grüßt Sie, Diophant2k-1750\(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidis
von: matroid am: Mo. 27. April 2020 21:38:53
\(\begingroup\)Wie schön, dass sie daran geglaubt haben und das Problem damit beseitigt werden konnte. Für mich ganz ohne eine begründete Erwartung dessen. Gruß Matroid\(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidia
von: Delastelle am: So. 03. Mai 2020 00:11:35
\(\begingroup\)Hallo, da gibt es auch noch andere Sachen zum Berichten und Diskutieren. Laut Radio: fast alle Bundesbehörden liegen im Osten des Landes. Die Chefs kommen fast alle aus dem Osten. Die Wessis werden überall benachteiligt... So oder so ähnlich lauten die Nachrichten. Viele Grüße Ronald\(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidia
von: Ende am: Di. 19. Mai 2020 15:15:32
\(\begingroup\)Schoen, dass offenbar einige Institutionen (abgesehen vom MP selbst) dem Zahn der Zeit standhalten. :D\(\endgroup\)
 

Re: Die Hydra von Strigidia
von: Leonardo_ver_Wuenschmi am: Di. 19. Mai 2020 22:24:08
\(\begingroup\)Welch eine Freude, Euch nach Jahren wiederzulesen; es freut mich ungemein, Euer Lob betreffs der Existenz des MontagsReports lesen zu dürfen. Auch wenn das Ende von Strigidia ein unschönes Ende war: Ich hoffe, den echten ENDE eines Tages persönlich (wieder-?) zu treffen. Freundlichst Leonardo ver Wuenschmi \(\endgroup\)
 

 
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